Geschichte

Quelle: www.blueser54.de


Hajo Zoch ist wieder da! Eigentlich war er ja nie weg. Seit nunmehr 40 Jahren sitzt das Berliner „Urgestein“ hinter dem Schlagzeug.

Seine erste eigene Band, 1977 gegründet, nannte sich „Sinus“. Danach spielte Zoch bei „Pharao“, „Bison“ und in der „Passat Blues Band“. In den späten 1980er Jahren tourte Zoch mit der „Hajo Bluesband“ durch die Republik; nach der Wende sogar im Ausland. In 2005 wurde die Band aufgelöst.

Auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhiger um ihn geworden war, so war er doch immer noch da. In den letzten Jahren konnte man Zoch an der Seite von Rick Hensley, Ryk Boden (ex-Zuma, ex-Passat) oder „Holly“ Holwas auf den lokalen Bühnen erleben. Außerdem spielte Hajo eine zeitlang an der Seite von Jenny Kallabis in der neu gegründeten Rock-Cover Band „Bluewater“. Alte Liebe rostet nicht, denn „Sinus“ war zugleich Jenny’s erste Band.

Im Sommer 2010 „reanimierte“ er die „Hajo Bluesband“ und holte sich neue Leute ins Boot. Gitarrist Anders van Veerden stammt aus dem Ruhrgebiet und lebt erst seit ein paar Jahren in Berlin. Er spielte zuvor bei „Preacherman’s Friends“. Auch Sänger und Harper „Priester“ stammt aus dieser Band und ihren „Ablegern“. Bassman ist Thomas Hoppe. Er kommt eigentlich vom Jazz, spielt u.a. im „Hank’s Klezmer Orchesta“ und bei Wayne Grajeda. Last but least! Harper „Matze“ Stolpe, der seit Jahren Stammgast bei der „Jonathan Blues Band“ ist. Im Repertoire von HBB, die zuletzt am 27. Oktober im „Garbaty“ zu erleben war, finden sich neben Bluesklassikern auch Stücke von Popa Chubby und Keb‘ Mo‘.

(November 2011)


In 2012 fanden sich Hajo Zoch und Axel „Atze“ Thierbach (voc, g, b, harp), und beschlossen künftig gemeinsame Wege zu gehen. Schnell wurde ein dritter Mann für diese Formation gefunden. Ende 2012 stellte sich die neue „Hajo Bluesband“ mit neuem Repertoire der Öffentlichkeit vor. Noch immer stark vom Blues beeinflußt, ist die neue Band härter und rockiger geworden.

Thierbach (Jahrgang 1965) – auch als „Gitarren-Axel“ bekannt – stammt aus Nordhausen und lebt inzwischen in Berlin. Als Kind nahm er bereits Musikunterricht im Fach Trompete und war Mitglied im „Jugendblasorchester Halle“. Mit 17 Jahren legte er die Trompete beiseite und brachte sich autodidaktisch das Gitarrenspiel bei. Von 1986 bis 1990 belegte er bei Holger Lenz am Musikkonservatorium „G. F. Händel“ in Halle an der Saale das Fach Bass. Heute ist er längst selber Gitarrenlehrer.
Im Laufe der Jahre spielte Thierbach in einer ganzen Reihe von Bands u.a. in der „Combo 73“, bei „Kassandra“, der Heavy-Metal-Band „Panther“, den „Sixties“, „California Dream“ und „Steppin‘ Out“. Mit seiner ersten eigenen Band „Treibholz-Blues-Band“ fand er schließlich zum Blues. In den letzten Jahren arbeitete er mit dem Singer und Songwriter Titus Wolfe zusammen.

Dritter Mann und Gitarrist der Band ist Jan Gansalke (Jahrgang 1964). Er hatte zuvor bei Saloon In, dem Duo Groovy und von 2009 bis 2011 bei Madame George gespielt.

Zoch und Thierbach sind auch im Duoformat zu erleben. „AtzesBlues Duo“ ist nicht nur leiser, sondern auch wesentlich blueslastiger.

(Juli 2013)


Im Januar 2015 gab es bei Hajo eine Umbesetzung. Hajo hat sich mit „Gondel“ ein weiteres Urgestein der Berliner Rock- und Blues-Szene in die Band geholt. Godelf Oßke (g, voc) rief einst mit Stammberger und Diestelmann die legendäre Berliner Blues-Formation „Vai Hu“ ins Leben. Oßke war es auch, den wir maßgeblich die Reunion von „Vai Hu“ zur 2. Berliner KUNDEN-BLUES-NACHT zu verdanken haben.

(Februar 2015)


Inzwischen gab es erneut eine Umbesetzung bei der „Hajo Bluesband“. Den Part des Gitarristen hat jetzt ein weiteres Urgestein der (Ost-)Berliner-Szene übernommen. Willfried „Willi“ Borchert steht seit 1971 auf der Bühne, machte seine ersten Schritte mit „Sinus“ und „Pathos“, bekam den Blues bei „Monokel“, „Passat“ und Hansi Biebl und spielte Hard-Rock mit „Babylon“. Aktuell ist Borchert auch mit seinem ehemaligen Monokelkollegen „Pad“ Schneider als „Brother Loui“ unterwegs.

(Juni 2015)